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Datenschutz, Sicherheit & Zugriff
Schülerdaten verdienen mehr als ein Versprechen — sie brauchen nachvollziehbaren Schutz. Mapidu speichert sie nicht in einer Ferncloud, sondern verschlüsselt auf dem Gerät, das du kontrollierst. Wird etwas geteilt, kommen weitere Schichten dazu: eine gesicherte Verbindung, ein Nachweis wer sendet, und ein eigener Schlüssel nur für den Inhalt. Lies zuerst die Abschnitte in normaler Sprache; die blau umrandeten Kästen darunter sind für Schul-IT und Technik.
Dein Gerät — mehrere Schutzebenen
Zugang, Hauptschlüssel, Datenbank und Sync-Schlüssel getrennt
1. Zugang — PIN oder Biometrie
Nur du entsperrst die App. Ohne Zugang bleibt alles gesperrt.
2. Hauptschlüssel (Master Key)
Verschlüsselt abgelegt — nie im Klartext auf dem Gerät. Erst nach deinem Zugang verfügbar.
3. Haupt-Datenbank (SQLCipher)
Schüler, Klassen, Noten, Stundenplan — alles AES-256-verschlüsselt mit dem Hauptschlüssel.
4. Kommunikationsschlüssel (Comm)
Separater Schlüssel im Geräte-Tresor (Keychain). Signiert Nachrichten — beweist Identität beim Austausch.
5. Datenschlüssel (Data)
Zweites Schlüsselpaar: öffentlicher Teil sichtbar, privater Teil mit Hauptschlüssel verschlüsselt in der DB.
6. Sync-Postfach (separat)
Eigene verschlüsselte Ablage für eingehende Sync-Nachrichten — auch wenn die App noch gesperrt ist.
Beim ersten Start legst du fest, wer die App öffnen darf: PIN plus Passwort oder Biometrie. Erst dann wird die Mappe freigegeben. Deine Schülerdaten liegen nicht als lesbare Datei auf dem Tablet, sondern in einer verschlüsselten Datenbank — ohne deinen Zugang bleibt alles undurchsichtig, selbst bei physischem Zugriff auf das Gerät.
Darunter arbeitet Mapidu mit mehreren getrennten Schlüsseln. Stell dir das wie ein Tresor mit verschiedenen Schlössern vor: Der Hauptschlüssel schützt die lokale Datenbank. Ein Kommunikationsschlüssel unterschreibt ausgehende Nachrichten — wie ein Siegel auf dem Umschlag. Und ein Datenschlüssel versiegelt die eigentlichen Inhalte extra, unabhängig davon, ob du per WLAN, Datei oder mit einer Kollegin austauschst.
Was lokal geschützt ist
- Schülerstammdaten und Fotos
- Noten und Mitarbeit (Standard: Gerät der Erfassung)
- Unterrichtsvorhaben, Kalender und Aufgaben
- Lehrer-Schlüssel und Kollegen-Kontakte
Beim Austausch zwischen Geräten oder mit Kolleginnen verlässt nichts die App als Klartext. Zuerst verhandeln die Geräte einen temporären Session-Schlüssel — ein gemeinsames Schloss nur für diese Verbindung. Darin steckt die Nachricht: signiert mit deinem Kommunikationsschlüssel und inhaltlich versiegelt mit dem öffentlichen Datenschlüssel der Empfängerin.
Der Unterschied ist entscheidend: Der Kommunikationsschlüssel beantwortet die Frage „Wer hat das gesendet und wurde unterwegs etwas verändert?“ Der Datenschlüssel beantwortet „Wer darf den Inhalt lesen?“ — nur die Empfängerin, selbst wenn jemand den Datenverkehr mitschneidet oder ein Relay mitläuft.
Datenaustausch — dreifach geschützt
Zwischen zwei Geräten oder Kolleginnen — Mapidu sieht die Inhalte nicht
Gerät A
sendet
Gerät B
empfängt
Verbindung verschlüsselt (Handshake → gemeinsamer Session-Schlüssel, ChaCha20-Poly1305)
Nachricht signiert — Empfänger prüft: stammt sie wirklich von dir? (Ed25519)
Schüler- & Unterrichtsdaten extra verschlüsselt mit dem öffentlichen Datenschlüssel des Empfängers (X25519 + XChaCha20)
Was Mapidu bewusst nicht tut
- Keine zentrale Cloud mit Klassenlisten oder Noten
- Kein Mitlesen von Sync-Inhalten durch den Betreiber
- Kein automatischer Upload — Sync nur auf deinen Wunsch
- Kein Ersatz für schulische Datenschutz-Freigaben — Gerät und Zugangscode bleiben deine Verantwortung
Grenzen — ehrlich benannt
- Metadaten (Zeitpunkt, Gerät, Netzadresse) können bei WLAN oder Mapidu-Hilfe sichtbar sein
- Verlorenes Gerät: Verschlüsselung schützt — erzwungene Entsperrung bleibt wie überall ein Restrisiko